Sternsingeraktion im Pfarrverband Bütgenbach

Respekt für dich, für mich, für andere

Liebe Pfarrfamilie,
Die Heiligen Drei Könige nennen wir die Kinder, die um Erscheinung des Herrn, am 2. Januar in Elsenborn und Weywertz und am 3. Januar in Bütgenbach und Berg von Haus zu Haus und im Seniorenheim   von Zimmer zu Zimmer ihr Lied singen, den Menschen Segenswünsche übermitteln und Geld sammeln für Kinder in Bolivien und weltweit.

In dem Namen „Drei Könige“ hat sich etwas Großes erhalten: Was der Stern verheißen hat, hat ein Gesicht und ist ein Mensch. Auf die, die ihn finden, erkennen und verehren, fällt etwas von seinem königlichen Glanz, und darum sind sie wahrhaft Könige.

 So auch ihre Nachfahren: Die Spenden, die unsere Sternsinger für einen respektvollen Umgang in Bolivien und weltweit sammeln, sind das Gold, das sie an der Krippe niederlegen. Sie kommen in die Häuser als Zeugen einer Welt, in der ein kleines Kind das Größte und der Anbetung wert ist.

Der Segensspruch, den sie an die Türen schreiben, kündet: Ihr, die ihr hier wohnt, seid mehr als eure Leistung, euer Geld, euer Besitz und Ansehen - euer Leben ist ein Stück Gotteslob, das ist eure höchste Würde, die euch nichts und niemand nehmen kann.

Und da ist noch die uns fremde Myrrhe. Die bittere Myrrhe diente der Einbalsamierung eines Leichnams. Als Gabe an der Krippe war sie schon ein Hinweis auf das Schicksal des neugeborenen Königs, der am Kreuz sterben, dann aber zu neuem Leben auferstehen sollte. So sagt die Myrrhe jenen, die es verstehen: Auch das Bittere in deinem Leben, das Gebrochene, ja selbst der Tod hat nicht das letzte Wort.

Wie gut, dass es die Drei Könige und unsere Sternsinger gibt.       
Euer Pastor

Weitere Infos zur Sternsingeraktion im Pfarrverband Bütgenbach hier

 Vorbereitungstreffen der Sternsinger/innen:

  • Pfarre St. Michael, Weywertz:
    Montag, 21. Dezember und 28. Dezember, 9.30-10.30 Uhr im Helena Stollenwerk Raum an der Pfarrkirche
  • Pfarre St. Bartholomäus, Elsenborn
    Mittwoch, 30. Dezember, 10.00-12.00 Uhr in der Brigida-Kapelle/Kirche
  • Pfarre St. Stefanus, Bütgenbach-Berg
    Montag, 28.  Dezember, 10.00-12.00 Uhr im Pfarrheim

Sternsingeraktion

  • Weywertz: Samstag, 2. Januar 2016, 9.00 Uhr
    Aussendungsfeier, anschl. Sternsingeraktion - Treffpunkt: 8.45 Uhr im Helena Stollenwerk Raum
    Samstag, 2. Januar 2016, 19.15 Uhr: Dankgottesdienst zum Abschluss der Sternsingeraktion
  • Elsenborn: Samstag, 2. Januar 2016, 10.00 Uhr in der Pfarrkirche
    Aussendungsgottesdienst, anschl. Sternsingeraktion - Treffpunkt: 9.45 Uhr an der Sakristei
    Sonntag, 3. Januar 2016, 10.15 Uhr in der Pfarrkirche: Dankgottesdienst zum Abschluss der Sternsingeraktion
  • Bütgenbach-Berg: Sonntag, 3. Januar 2015, 9.00 Uhr in der Pfarrkirche
    Aussendungsgottesdienst, anschl. Sternsingeraktion - Treffpunkt: 8.45 Uhr vor der Pfarrkirche


Fotos zu den Vorbereitungstreffen der Sternsinger hier

Tausend ostbelgische Sternsinger bringen Segen

Anfang Januar ziehen die Sternsinger wieder durch die Straßen Ostbelgiens. In den neun Pfarrverbänden der Dekanate Eupen-Kelmis und Eifel wurden Königsgewänder genäht, Kronen gebastelt und schwarze Schminke organisiert. Vor allem aber haben sich die Kinder inhaltlich mit dem Thema auseinandergesetzt. Knapp 1000 Sternsinger werden in der Deutschsprachigen Gemeinschaft unterwegs sein, um Gottes Segen „20*C+M+B+16“ an die Haustüren zu schreiben. „Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere in Bolivien und weltweit” heißt das Motto für das Jahr 2016. Alle Sternsinger, die bei der Aktion mitmachen, ziehen Anfang Januar von Haus zu Haus und sammeln Geld für Kinder in aller Welt, insbesondere im Beispielland Bolivien. In diesem Jahr steht das Thema "Respekt" in diesem lateinamerikanischen Land und in der ganzen Welt im Mittelpunkt der Aktion.

32. Sternsingeraktion: Respekt für Kinder in den Mittelpunkt gerückt

Die kleinen Könige bringen Segen und wollen Segen sein

Rund um den Jahreswechsel ist es wieder soweit: Sollten Sie in diesen Tagen Kinder und Jugendliche in ungewöhnlich prächtigen Gewändern sehen – mit bunten Kronen und leuchtenden Sternen und mit einer Sammelbüchse - dann haben Sie mit Sicherheit Sternsinger aus Ostbelgien vor sich.

„Segen bringen, Segen sein!“ ist auf den Sammelbüchsen zu lesen.  Unter dem Motto „Respekt für dich, für mich, für andere“ sind Anfang des neuen Jahres knapp 1000 Sternsinger(innen) in ganz Ostbelgien unterwegs, um mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+16” den Segen „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus” in Häuser und Wohnungen zu tragen. Damit die Kinder in Bolivien und überall in der Welt Zukunft haben, machen sich die Sternsinger auf den Weg und bauen mit an einer gerechteren und besseren Welt.

Als leuchtendes Zeichen geht den Jungen und Mädchen voraus, der „Stern von Betlehem“. In diesem Jahr wird das Thema „Respekt“ in den Mittelpunkt der Sternsingeraktion gerückt. Mit der Spende an die Sternsinger werden vorrangig Projekte für Kinder und Jugendliche in Bolivien und in der ganzen Welt unterstützt. Gerade im Brückenschlag der Solidarität von Kindern mit Kindern und in der Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit Gleichaltriger in den Ländern des Südens liegt die Seele des Sternsinger-Gedankens.

Mit ihrem diesjährigen Motto möchten die Sternsinger zeigen, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist. Denn viel zu oft werden Kinder und Jugendliche ausgeschlossen, diskriminiert oder respektlos behandelt, weil sie eine andere Herkunft haben, anders aussehen oder einfach anders sind. Auch in Bolivien, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, machen Jungen und Mädchen diese Erfahrung. Viele Familien ziehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben vom Land in die Städte. Oft schämen sie sich ihrer indigenen Herkunft, ihrer Zugehörigkeit zu Volksgruppen, die das Land schon vor der Eroberung des südamerikanischen Kontinents durch die Europäer bewohnt haben. Viele legen ihre traditionelle Kleidung ab, verbergen ihre Muttersprache und passen sich an – und laufen dabei Gefahr, ihre Identität zu verlieren. Die Aktion Dreikönigssingen macht auf diese Missstände aufmerksam.

Weltweit helfen die Sternsinger, dass Kinder in ihrem Anderssein respektvoll behandelt  werden.  Das Wort Respekt hat eine alte Wurzel: respicerebedeutet auf Lateinisch „sich umschauen“, aber auch „Rücksicht nehmen“, „für etwas sorgen“. Respekt hat etwas zu tun mit Aufmerksamkeit, mit der Fähigkeit, sich anderen zuzuwenden. Das tun auch unsere Sternsinger(innen) und auch ihre Begleiter(innen) und Verantwortlichen.

Die von ihnen unterstützten Projekte sind vielfältig. In diesem Jahr unterstützen die ostbelgischen Sternsinger(innen) das Projekt Palliri in der  bolivianischen Großstadt El Alto. In einem Kindergarten, einem Kinder- und Jugendzentrum und einer Fußballschule stärken die Palliri-Mitarbeiter Kinder und Jugendliche, indem sie mit ihnen Werte wie Selbstvertrauen, Teamgeist und Respekt leben. Denn nur wer sich selbst respektiert, kann auch andere respektieren. Bei Palliri entwickeln sich die Kinder zu selbstbewussten jungen Menschen, die stolz auf ihre Herkunft sind.  

Ein eindrucksvoller Film dient als Einstieg in das Vorbereitungstreffen mit den Sternsingern. Reporter Willi Weitzel war zum vierten Mal für die Sternsinger unterwegs – diesmal in Bolivien. Er ist in das südamerikanische Land gereist, um zu erfahren, wie Kinder dort leben und wie ihnen mit den von den Sternsingern gesammelten Spenden geholfen werden kann.

Die Sternsinger in Ostbelgien werden einiges an Strecke zurücklegen, wenn sie losziehen, um den Menschen den Segen fürs neue Jahr zu bringen. Gutes Schuhwerk brauchen sie dafür. Dazu tragen die Kinder einen Button mit dem Slogan "Ich bin ein Sternsinger". Neben dem großen Weihnachtsstern gehört beides zur offiziellen Ausrüstung der kleinen Könige. In ganz Ostbelgien werden sie von Erwachsenen begleitet, die für die Gewänder, die Organisation und den Fahrdienst Sorge tragen.

Im Januar 2015 kamen ostbelgienweit 84.916,10 Euro bei der Sammlung zusammen, die für Not leidende Kinder in aller Welt bestimmt waren. Im vergangenen Jahr 2014 wurden in der DG bei der Aktion 80.800,32 Euro gesammelt. Damit lag der diesjährige Betrag um rund 4.000 Euro über dem Erlös von 2014.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz empfängt Könige aus sieben Nationen
Schoppener Sternsinger zu Gast in Brüssel

25 Sternsinger aus Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Serbien, Rumänien und (Ost-) Belgien werden am Dienstag, 12. Januar, im Europaparlament erwartet. Die Mädchen und Jungen werden beim EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz in Brüssel zu Gast sein. Im Anschluss besuchen die Sternsinger das Büro der COMECE, der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft.

Die ostbelgischen Sternsinger werden in Brüssel von vier 12-jährigen Mädchen aus Schoppen im Pfarrverband Amel vertreten sein.

Sophie Michels aus Schoppen freut sich besonders, Sternsinger aus verschiedenen Ländern Europas zu begegnen und mit ihnen für eine gute Sache zu singen.  "In ungarischer und englischer Sprache zu singen, ist gar nicht so einfach", erzählen die vier Mädchen, die seit fünf Jahren Sternsingerinnen in Schoppen sind und sich dafür einsetzen wollen, dass auch andere Kinder ein besseres Leben haben. Eva Genten ist gespannt, das Brüsseler Europaparlament kennenzulernen. "Es macht viel Freude als Sternsingerin von Haus zu Haus zu ziehen, und den Menschen den Segen an die Tür zu schreiben."  Auch Anja Margreve und Amélie Wiesemes freuen sich auf die Begegnung mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und mit den Sternsingern aus weiteren sechs Nationen. "Es ist für uns eine einmalige Chance mit diesem Empfang dazu beitragen zu können, anderen Kindern in den Ländern des Südens zu helfen", erklären beide einstimmig, die  alles daran setzen wollen, möglichst viel Geld zu sammeln. Die Texte, die sie vor dem EU-Parlamentspräsidenten aufsagen werden, kennen sie bereits auswendig.

"Es ist ein besonderes Ereignis und eine einmalige Gelegenheit für die Kinder", sagt Freddy Genten, der mit seiner Frau Andrea Schwall seit vier Jahren die 15-köpfige Sternsingergruppe in Schoppen leitet. "Es ist für uns eine große Ehre von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz empfangen zu werden, der damit zeigt, dass auch Europa diese gute Aktion unterstützt", betont Freddy Genten. "Gerade die EU sollte sich für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen."  Die Verantwortlichen der Maria-Goretti-Schule und des Athenäums St.Vith haben sofort zugesagt, den Kindern für den Tag in Brüssel schulfrei zu geben, "denn die Jugendlichen haben dort die Chance eine wichtige Erfahrung mit Jugendlichen aus anderen Ländern Europas zu machen."

Am Vortag, am Montag, 11. Januar, treffen die vier Sternsingerinnen aus Schoppen zusammen mit ihren Begleitpersonen Freddy Genten und Andrea Schwall in Brüssel ein.  Am Vorabend findet ein Kennenlernen und eine gemeinsame Probe im Hotel statt. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Dienstagmorgen werden die Delegationen von Martin Schulz empfangen und den Segen schreiben. Es folgt eine Besichtigung des EU-Parlaments. Zum Mittag stößt Ostbelgiens EU-Parlamentarier Pascal Arimont zu der Gruppe aus Schoppen und verbringt den Nachmittag mit den kleinen Königen aus der Eifel.

Empfang im Eupener Parlament

Bis vor sechs Jahren fand jährlich der Empfang der Sternsinger beim Parlamentspräsidenten in Eupen statt. Ab 2016 wird diese Tradition wieder aufgenommen. Am Mittwoch, 6. Januar 2016, hat Parlamentspräsident Karl-Heinz Lambertz die ostbelgischen Sternsinger zu einem Empfang in Eupen eingeladen. Alle neun ostbelgischen Pfarrverbände werden vertreten sein: aus dem Pfarrverband Amel wird es eine Gruppe aus Heppenbach-Halenfeld-Hepscheid und Wereth sein, aus Büllingen eine Gruppe aus Honsfeld, aus Burg-Reuland Sternsinger aus Steffeshausen und Ouren, aus dem Pfarrverband Bütgenbach sind es Sternsinger aus dieser Ortschaft, aus dem Pfarrverband Eupen-Kettenis kommt eine Gruppe aus Eupen, aus dem Pfarrverband Kelmis-Hergenrath eine Gruppe aus Kelmis, aus Lontzen eine Gruppe aus Walhorn, St.Vith wird vertreten sein durch eine Gruppe aus Neundorf und Raeren durch eine örtliche Delegation. Die Gruppen werden sich anhand einer Sprechblase zum Sternsingerthema Respekt vorstellen und die Sternsinger aus dem Pfarrverband Amel werden den Segensspruch im Parlamentsgebäude anbringen. Abgeschlossen wird das Treffen mit einem gemütlichen Teil in der Cafeteria des Parlaments.

INFO

Die eingegangenen Spenden aus der Sternsingeraktion in den ostbelgischen Pfarren bis spätestens 29. Januar 2016 auf das Konto überweisen: Sternsinger Ostbelgien, Bergkapellstraße 46, 4700 Eupen, IBAN: BE83 7310 1494 2015,  BIC: KREDBEBB. Mitteilung:  Sternsingeraktion 2016 Pfarre (bzw. Pfarrverband)

HINTERGRUND    

  • Der Segen „20*C+M+B+16“ ist die Abkürzung für den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, der übersetzt „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Die „20“ und die „16“ stehen für die Jahreszahl 2016. Die Sternsinger gehen von Haus zu Haus, schreiben diesen Segen über die Türen und sammeln Geld für Not leidende Kinder überall auf der Welt. Der Stern, den die Kinder mit sich tragen, steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
  • Die Weisen aus der Bibel wurden im Nachhinein zu Vertretern der damals bekannten Kontinente Asien, Afrika und Europa ernannt. Darum wird einer der Könige mit dunkler Hautfarbe dargestellt.
  • Die Sternsinger sind in der Regel zu viert unterwegs. Drei Kinder stehen für die drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar, das vierte Kind ist der Sternträger.  Die Weisen aus dem Morgenland brachten dem Jesuskind kostbare Geschenke. Damit machten sie darauf aufmerksam, dass Jesus ein König ist – deswegen das Gold. Dass Jesus Gottes Sohn ist, verdeutlicht der Weihrauch. Dass er jedoch auch ein Mensch ist und sterben wird, dafür steht die Myrrhe, mit der man in der Antike die Toten einbalsamierte.
  • Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 948 Millionen Euro wurden seither gesammelt, rund 68.600 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 57. Aktion zum Jahresbeginn 2015 sammelten die rund 330.000 Mädchen und Jungen sowie ihre rund 90.000 Begleitpersonen aus 10.515 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 45,5 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion weltweit Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration, Rehabilitation und Nothilfe.

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