Albtraum aus 1001 Nacht

Theater: Komödie in drei Akten im Mozartsaal Worriken

Die Schauspieler(innen) der Theatergruppe Bütgenbach haben mit großem Eifer ihr neues Theaterstück „Albtraum aus 1001 Nacht" von Erhard Peters geprobt.

Alle fiebern auf die Premiere des Stücks am Sonntag, 24. November, hin. Die Bühnendekoration hat den letzten Schliff erhalten und die Kostüme wurden zusammengestellt und anprobiert. Zwölf Akteure stehen dieses Jahr für die Komödie in drei Akten neben weiteren Spielern und Helfern im Hintergrund auf der Bühne, wenn es - nach einjähriger, schöpferischer Pause - wieder heißt „Vorhang auf!“ für die Theateraufführungen 2019.

Die Proben und die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen, damit den Zuschauern auch in diesem Jahr wieder tolles Amateurtheater geboten werden kann. 

In dem von der Theatergruppe selbst geschriebenen Dreiakter „Albtraum aus 1001 Nacht“ geht es wieder recht turbulent auf der Bühne zu. Kurz vor seiner Hochzeit reist Markus für eine Woche in einen Beduinenstaat, während seine Zukünftige beruflich in den USA weilt. Eine tolle Woche, wie er findet. Allerdings kann er sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Plötzlich tauchen die hübsche Rifka (Rebecca Wey), einundzwanzigste Tochter und ihre Mutter Sani (Valérie Thuns), siebte Frau des Scheichs in Bütgenbach auf, um Markus (Markus Linden) zu suchen. Damit aber nicht genug, auch die besten Kämpfer des Scheichs sind auf dem Weg nach Belgien, um Markus zu fangen. Auf die Unterstützung seiner ziemlich altmodisch eingestellten Mutter Hilde (Sandra Genten) braucht Markus nicht zu hoffen. Hilfe findet er in seinem besten Freund Andy (Andreas Pauels) und einem lustlosen Polizeiinspektor (Reinhold Collas) und dessen ambitionierten und übereifrigen Nachwuchspolizistin (Ronja Genten).

Es spielen mit Markus Linden, Andreas Pauels, Sandra Genten, Rebecca Wey, Valérie Thunus, Dirk Veithen, Alica Schmitt, Reinhold Collas, Ronja Genten, Martina Schumacher, Michaela Schumacher und Vanessa Willems.

Der Theaterverein Bütgenbach hat mit „Albtraum aus 1001 Nacht“ wieder einmal eine turbulente Komödie auf die Bühne gebracht. Bereits die Proben machten den Akteuren viel Spaß.

Das Stück wird im Mozartsaal in Bütgenbach-Worriken jeweils um 15.30 Uhr am Sonntag, 24. November und 1. Dezember, sowie um 20 Uhr am Samstag, 30. November aufgeführt.

In diesem Jahr wird mit der Vorstellung am Sonntag, 24. November, die Gemeinsame Grundschule (GGS) Bütgenbach unterstützt.

Die Tradition des Theaterspielens gibt es bereits seit 99 Jahren im alten Marktort Bütgenbach. Besonders nach Ende des Ersten Weltkrieges, als sich der Kirchenchor St. Stefanus neu formierte, gab es seit 1920 am Patronatsfest des hl. Stefanus, jeweils am zweiten Weihnachtstag, ein Weihnachtskonzert in Verbindung mit einem Theaterabend.  Von 1925 bis 1937 führte Pfarrer Wilhelm Claßen selber Regie. Die Aufführungen, die abwechselnd im Saal Niessen und Brüls stattfanden, ernteten bereits damals viel Zuspruch. Ein Großteil des Erlöses kam dem Neubau der neo-romanischen Pfarrkirche (1929-31) zu Gute.  Nach Kriegsende wurde der Theaterverein, wie viele andere Dorfvereine, neu belebt. Am 26. Dezember 1949 fand nach achtjähriger Unterbrechung wieder eine Theateraufführung im Saal Reinertz-Schoffers statt.

Im Jahre 1982 gründeten einige begeisterte Laienspieler unter der Leitung von Alfons Fuhrmann eine eigenständige Theatergruppe, die dem Kirchenchor weiterhin eng verbunden blieb. Im Jahr 2004 löste sich der Theaterverein vom Stefanus-Chor und wurde ein eigenständiger Verein. Gleichzeitig entschied man sich für einen anderen Aufführungstermin, da die Weihnachtstage der Familie vorbehalten bleiben sollten.

Der Theaterverein, der im November 2015 vom Saal Brüls in den renovierten Mozartsaal mit großer Bühne in Worriken umziehen konnte, ist offen für junge Leute und freut sich weiterhin über Nachwuchs. Wer Interesse und Geschick im kreativen oder technischen Bereich hat, kann sich bei Martina Schumacher melden.

Theatergruppe 2019

Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen bei Martina Schumacher, Tel. 0472/013159 zum Preis von 7 Euro. Abendkasse: 9 Euro.


Theater: "Alptraum aus 1001 Nacht" feierte gelungene Premiere

Chaos pur bei 1001 Nacht in Bütgenbach

  Umfangreiche Fotogalerie

Bütgenbach

Schon seit 99 Jahren ernten die Theaterfreunde in Bütgenbach großen Beifall für ihre einfallsreichen Inszenierungen. Das war auch vergangenes Wochenende bei der Uraufführung des Stücks „Alptraum aus 1001 Nacht " der Fall.

 von Lothar Klinges

Ein Dutzend Laiendarsteller unterhielten das Publikum besser, als das bei vielen Fernsehsendungen der Fall ist – eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, wieviel Mühe und Zeit die Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen in ihrer Freizeit aufwenden müssen.  Die Bütgenbacher Theatergruppe hat mit viel Spielfreude agiert und alle Charaktere passend besetzt. Erhard Peters und sein Team haben für „Alptraum aus 1001 Nacht“ ein interessantes Bühnenbild geschaffen. Während des Stücks gab es aber immer wieder Filmsequenzen und Fotos auf Großleinwand. Das erweiterte den Aktionsradius der Spieler außerordentlich und ermöglichte zahlreiche Schauplatzwechsel bis hin nach Arabien, ohne dass auf der Bühne lästige Umbauten erforderlich waren.

Mit einer gelungenen Premiere eröffnete die Theatergruppe Bütgenbach ihre diesjährige Theatersaison. Insgesamt vier Mal wird „Albtraum aus 1001 Nacht“ zu sehen sein. Wieviel Spaß das neue Stück macht, konnte das Publikum am Wochenende erstmalig miterleben.

Wer kennt sie nicht, die wunderbaren Märchen aus 1001 Nacht? Zwar ging es nicht um Aladin mit seiner Wunderlampe, aber doch um die  die bezaubernde Welt des Orients mit einer betörenden duftenden orientalischen Wasserpfeife, einigen Geheimdienstmitarbeitern von Scheich Kahlerpethard, in mehreren Filmeinspielungen meisterhaft vom 58-jährigen Regisseur dargestellt und schönen klugen Prinzessinnen, sowie geschmeidiget orientalischer Musik.

Der von Erhard Peters selbst geschriebene und sehr aufwendige Dreiakter handelt von Markus (Linden), der kurz vor seiner Hochzeit eine Urlaubswoche in einen Beduinenstaat erlebt, während seine Zukünftige beruflich in den USA weilt. Bei seiner Rückkehr kann er sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern.

Plötzlich tauchen die hübsche Rifka (Rebecca Wey), einundzwanzigste Tochter und ihre Mutter Sani (Valérie Thuns), siebte Frau des Scheichs Kahlerpethard in Bütgenbach auf, um den "belgischen Löwen" (Markus) zu suchen. Dazu mieten beide ein Chalet in Worriken.

Damit aber nicht genug, auch die besten Kämpfer des Scheichs, die Geheimdienstmitarbeiter Achmet (Dirk Veithen) und Lachnet (Alica Schmit)  sind auf dem Weg nach Belgien, um Markus zu fangen, denn der Scheich war in seiner "Oasen-Ehre" gekränkt worden, ja mehr noch, Markus hatte mit seinem Verhalten im Urlaub die Scheichfamilie entehrt.

Auf die Unterstützung seiner altmodisch eingestellten Mutter Hilde (Sandra Genten) brauchte Markus nicht zu hoffen, "denn mein Sohn macht sowas nicht!" Aus Angst vor den beiden Geheimdienstmitarbeitern, die sich immer wieder über das Dach oder mit Abseilen in die "Höhle des Löwen" wagten, wurde die Wohnung zu einer Festung umgebaut. In seinem Freund, Andy (Andreas Pauels), der sich als Bodyguard anbot und in entsprechender Kampfkleidung nicht von seiner Seite wich, fand Markus Hilfe.

Aber auch in dem missmutigen Polizeiinspektor und "Superermittler" Reinhold (Collas) und dessen ungestümer, übereifriger Mitarbeiterin bei der "Polidarmerie", Ronja (Genten), fand Markus Hilfe bei der Terrorabwehr. Dazwischen eine Fotografin, die zum Hochzeits-Fotoshooting von Markus und seiner Verlobten Katrin (Michaela Schumacher) antreten sollte, dann aber immer mehr in die polizeilichen Ermittlungen einbezogen wurde. Hilde hatte inzwischen die beiden Einbrecher aus dem Scheichtum, die per Satellit ständig mit dem (badenden) Scheich verbunden waren,  in die Flucht geschlagen. Allmählich wurde es Markus klar, dass er bei seinem Urlaubstripp infolge eines "Fatamorgana-Saftes" aus der Wasserpfeife die Kontrolle über sich verloren und damit den Ärger des Scheichs auf sich gezogen hatte.

Sämtliche Pläne von Achmet und Lachnet, um den "Ungläubigen" gefangen zu nehmen, scheiterten  kläglich. Auch Bütgenbachs Bürgermeister, Vorgesetzter der beiden Polizeibeamten, wurde per Videobotschaft in den Mozartsaal eingeschaltet, um einen Krisenstab für die Terrorismusbekämpfung aufzubauen.

Nunmehr wurde Rifka gekidnappt und Mutter Sani machte sich zusammen mit Markus, Andy und der Polizei auf die Suche, um Rifka zu befreien.  Im letzten stürmischen Akt baute Andy eine geniale "Terrorismusfalle" auf, in die aber Markus zukünftige Schwiegermutter, Martina (Schumacher), tappte, die eh vom Pech verfolgt war.

Schließlich werden Achmet und Lachnet gefangen genommen, per Schubkarre abgeführt und mit dem "Feuervogel" vom hohen Berg in Mürringen in ihr Land abgeschoben. Jetzt taucht noch ein mysteriöser Brief auf, der von einer Romanze von Hilde und Achmet erzählt, so dass nicht nur die Liebschaft von Markus und Sani am Ende aufgedeckt wird.

Wie die Geschichte nach Enttarnung, diversen Verliebtheiten und reichlich Verwirrung im dritten Teil des Stücks schließlich ihr glückliches Ende findet, das zeigen zwei weitere Vorstellungen im Mozartsaal Worriken.

Das Publikum erhielt inklusive Pausen über knapp zweieinhalb Stunden unbeschwertes Volkstheater im besten Sinne. Vanessa Willems, Ronja Genten und Reinhold Collas,  bestanden bei der Premiere mit Bravour ihre eigene erste Vorstellung im Team der Theatertruppe. Reinhold Collas aus Halendfeld hatte zuletzt bei den Schönberger Passionsspielen die bedeutende Rolle des Jakob eindrucksvoll verkörpert. Ansonsten lieferten die Theaterspieler das ab, was für die Schauspielergemeinschaft in Bütgenbach schon Selbstverständlichkeit ist: Textsicherheit, differenziertes Spiel in Mimik und Gestik, leise und laute Töne und sowieso eine Menge Szenen für die Stimulation der Lachmuskulatur.

Die umfangreichen Arbeiten an der Aufführung begannen im Frühjahr. Geprobt wurde seit August in vielen Stunden, in denen der Ablauf der Handlung und der Text erfasst werden mussten – viel Arbeit für alle Beteiligten. Doch der Erfolg gab dem Ensemble recht, der Applaus für die Aufführungen war der verdiente Lohn für die monatelangen Proben.

Zwanzig Aktive gehören derzeit zum Amateurtheater Bütgenbach mit Präsidentin Martina Schumacher. Bei der aktuellen Inszenierung spielen zwölf Personen mit.

Ein hohes Lob muss auch an die nicht sichtbare Crew der Theatergruppe gehen, ohne die solche Aufführungen nicht denkbar wären.  Erna Bodarwé, die erstmals in der Nachfolge von Agnes Paquay als Souffleuse zum Team gehört, sorgte für den „fließenden Text“ und einen lückenlosen Fortgang des Geschehens auf der Bühne. Für die Technik sorgten Yannick Houben, Danny Piel und Alicia Genten. Das Bühnenbild wurde von der Gruppe insgesamt entworfen und von Jeremy Genten, Dirk Niessen, Erhard Peters, Sandra Genten, Markus Linden und Kevin Peters gebaut. Für die Maske und die Kostüme sorgten Raphaela Richter und Monika Schumacher, darunter besonders die gelungene Auswahl der Kostüme und der Frisuren, die bei den Auftritten für frohes Gelächter des Publikums sorgten.

Mit der ausgewählten Komödie trafen die Hobby-Darsteller, denen man die große Spielfreude anmerkte, den Nerv der zahlreichen Zuschauer und ernteten reichlich Applaus und Lob. Man darf gespannt sein, in welche Kategorie die Theaterjury für Laienbühnen die Aufführung am kommenden Samstag einstufen wird und mit welchem Stück das Team im kommenden Jahr sein Publikum erfreuen wird.

Die Komödie „Albtraum in 1001 Nacht“ ist noch am Samstag, 30. November, 20 Uhr, und am 1. Adventssonntag, 1. Dezember, um 15.30 Uhr mit Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Mozartsaal in Bütgenbach-Worriken zu sehen. Karten können zum Preis von 7 Euro bei Martina Schumacher, Tel. 0472/013159 reserviert werden.

 

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